Raspberry Pi4 Gehäuse mit passiver Kühlung – Geekworm Case

Der neue Raspberry 4 wird deutlich wärmer als seine Vorgänger – mehr Rechenleistung erzeugt halt auch mehr Abwärme, auch wenn die Chips mit jedem Release besser werden. Viele greifen dabei zu einem Lüfter auf dem Raspberry.

Mich persönlich stören Lüfter, wenn diese eigentlich vermeidbar sind. Auf der Suche nach einem passenden Passiven Gehäuse entdeckt man einige Modelle, viele scheinen jedoch eine mangelhafte Verarbeitung und Konsturktion zu haben.

Nach Recherche habe ich mir das Geekworm Gehäuse bei Amazon bestellt. Hier ein kleiner Test dazu.

  1. Erster Eindruck & Lieferumfang
  2. Zusammenbau
  3. Messungen
  4. Fazit

1. Erster Eindruck & Lieferumfang

Das Gehäuse ist leider mit 30 € aktuell noch etwas teuer, überzeugt aber durch seine wirklich gute Kühlleistung und die gute Verarbeitung.

Im Lieferumfang kommen die Gehäusehälfte, einige Schrauben, Inbusschlüssel und als essenzieller Bestandteil die Wärmeleitpads. Diese Pads leiten die Wärme von beiden Seiten des Raspberrys auf das Aluminium Gehäuse ab. Eine ausreichende Anleitung liegt ebenso dabei.

Alle Teile wirken Hochwertig. Lackierung ist überall korrekt und es gibt keine scharfen Kanten am Gehäuse.

Zusammenbau

Der Zusammenbau, ist dank der bebilderten Anleitung problemlos. Als Erstes wird die Unterseite mit dem Wärmeleitpad bestückt. Die Position ist im Gehäuse erhoben, so dass die Positionierung problemlos geht.

Danach werden die Spacer eingeschraubt. Dazu schreibt einfach eine Schraube in diese und dann könnt ihr sie zusammen dem Inbus Schlüssel schrauben. Schrauben anschließend wieder entfernen

Dann kann eine kleine Acrylplatte eingeklebt werden, die den Raspberry noch besser in Position halten.

Jetzt wird ein weiteres Wärmeleitpad eingeklebt. Laut Anleitung soll dieses geteilt werden – meins war jeodch so groß, dass ich es ohne Teilen einkleben konnte und trotzdem die notwendigen Bautteile bedeckt werden.

Abschließend die Oberseite noch festschrauben und das Gehäuse ist fertig.

3. Messungen

Um das neue Gehäuse zu testen, habe ich einen Stresstest laufen lassen. Ich habe dazu stress + die Pi Libary stressberry (Anleitung) genutzt. Dabei wird die CPU erst 5 Minuten auf Idle gehalten um die Temperatur zu senken und anschließend 5 Minuten belastet.

Die Ergebnisse können sich absolut sehen lassen:

Stresstest ohne Kühlung
Stresstest mit Geekform Gehäuse

Ohne Gehäuse liegt die Idle Temp bei 50°C, steigt bei CPU Belastung bis auf 75°C an und fällt dann relativ zügig wieder.

Mit Gehäuse liegt die Idle Temperatur bei nur 34°C. Steigt bei Volllast auf nur 47°C an und fällt anschließend wieder auf ca. 40°C.

Mit einem Infrarotthermometer gemessen, fällt auf, dass beide Seiten des Gehäuses nahezu gleich warm werden. Hier zeigt sich die Effektivität des zweiten Wärmeleitpads auf der Unterseite der CPU.

4. Fazit

Kommen wir zum Fazit: Ich bin mit dem Gehäuse super zufrieden. Die Temperaturen sind bei meinem Anwendungsfall um 30 Prozent gesunken. Im Lastbereich fällt die Verringerung sogar noch größer aus.

Die Verarbeitung ist super, die Kühlleistung ist sehr gut und der Geräuschpegel liegt bei 0. Zusätzlich schützt das Gehäuse sehr gut, da der Raspberry Pi4 perfekt eingepackt ist.

Durch das passive Gehäuse, gibt es keine zusätzliche Fehlerquelle und es können alle GPIO Pins und Anschlüsse weiterhin voll genutzt werden.

Die Qualität des Gehäuses und dessen Kühlleistung überzeugt. Der Preis von 30 € ist jedoch nicht ohne – hier muss jeder selbst wissen, was es einem Wert ist.

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(* = Affiliate-Link / Bildquelle: Amazon-Partnerprogramm)
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